Rückblick - Weitblick - Ausblick

Die beiden Inhaber und Geschäftsführer Dr. med. Kai Schleenhain und Holger Schleenhain blicken auf Erreichtes zurück und schaffen Perspektiven für die nächsten 120 Jahre.

Wie würden Sie in drei Sätzen erläutern, was HENNIG ARZNEIMITTEL ausmacht?

Dr. med. Kai Schleenhain: HENNIG ARZNEIMITTEL ist ein klassisches mittelständisches Unternehmen in Deutschland, das unabhängig und familiengeführt ist sowie sehr zuverlässig und vertrauensvoll mit seinen Partnern umgeht. Die Mitarbeiter stehen bei uns im Mittelpunkt, das heißt, wir nehmen jedes Anliegen ernst und versuchen zu einer gemeinsamen Lösung zu kommen. Aufgrund unserer Unternehmensgröße und -struktur sind wir zudem sehr flexibel und können auf neue Situationen oder Herausforderungen schnell reagieren.

Welche Meilensteine in der Firmengeschichte waren besonders bedeutsam?

Dr. med. Kai Schleenhain: Wenn wir in die ältere Geschichte zurückblicken, gab es dort ein ganz entscheidendes Ereignis. Kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges wurde die Firma vollständig zerstört und der Firmengründer Max E. Hennig starb kurze Zeit später. Seine Frau hat dann unseren Großvater Kurt Moschner, der ein langjähriger Mitarbeiter war, beauftragt, die Firma neu aufzubauen. Hätte sie das nicht getan, gäbe es höchstwahrscheinlich HENNIG ARZNEIMITTEL heute nicht.

Holger Schleenhain: Einen weiteren sehr wichtigen Meilenstein hat unser Großvater mit der Einführung des Originalpräparates im Bereich Schwindel gelegt. Ohne dieses Medikament wäre HENNIG ARZNEIMITTEL nicht das, was es heute ist. Wir sind der Experte für die Behandlung von Schwindel und Gleichgewichtsstörungen und mit dem Originalpräparat sogar Marktführer in Deutschland.

Welche Hürden waren besonders schwierig, konnten aber am Ende gemeistert werden?

Holger Schleenhain: Die Einführung der Rabattverträge war sicherlich ein einschneidendes Ereignis und hat dazu geführt, dass wir unser Geschäft auf breitere Füße gestellt haben. Dazu zählen das internationale Geschäft mit unserem Originalpräparat und auch die Etablierung einer innovativen Palette von rezeptfreien Produkten.

Dr. med. Kai Schleenhain: Eine weitere Hürde war, die Zulassung für unser Originalpräparat zu erhalten. Eingeführt wurde das Medikament bereits 1982, zugelassen allerdings erst 2005. Bis dahin besaß es nur eine Registrierung und es bestand die Gefahr, dass das Medikament nicht mehr von den Krankenkassen erstattet wird. Unsere sehr überzeugende Studienlage führte dann zur Nachzulassung, wodurch das Originalpräparat auch heute noch erstattet wird. Auch das internationale Geschäft konnten wir ab diesem Zeitpunkt überhaupt erst vorantreiben.

Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, was würden Sie sich für die Zukunft von Hennig Arzneimittel wünschen?

Holger Schleenhain: Ein dringendes Anliegen betrifft unsere Personalsituation. Wir wünschen uns sehr, dass wir in absehbarer Zeit unsere offenen Stellen besetzen können. Außerdem wünschen wir uns, dass wir die Zulassung für unser Originalpräparat im Bereich Schwindel in den USA erlangen. Dadurch würde sich ein großer Markt für uns erschließen. Und ein dritter Wunsch für die Zukunft: Die Erweiterung unseres Portfolios um ein neues Originalpräparat mit Patentschutz.